Station 4

Die Anbau-Tradition der Stromberger Pflaume g.U.

Foto: Blick "Zur Marburg"
Blick „Zur Marburg“

Um 1790 hatte der wohlhabende und sozial engagierte Stromberger Amtsschreiber Ludwig Niedieck (1771-1850) von einer Reise nach Frankreich oder Spanien  Pflaumenbäume mitgebracht.
Er pflanzte die Bäume in seine weitläufigen Gärten am Burgberg. In der Folgezeit breitete sich der Pflaumenanbau stark aus.
Anfang des 20. Jahrhunderts standen schon über 30.000 Bäume in Stromberg. Die Bäume wurden häufig an Hügeln, Gräben oder Wegen gepflanzt. Die Stromberger Pflaume war für die Landwirte eine wichtige Einnahmequelle. In den 60er Jahren nahm die Nachfrage an Frischware ab. Von da an wurden immer mehr Pflaumen zur industriellen Verarbeitung verkauft. Erst seitdem die Industrie auf die Stromberger Pflaume aufmerksam wurde, sind wieder neue Bäume gepflanzt worden, überwiegend in Plantagenform.

Foto: Haus Nottbeck
Mit einem kleinen Abstecher vom Wanderweg erreicht man das Kulturgut Haus Nottbeck. Das ehemalige Rittergut beheimatet heute das „Museum für Westfälische Literatur“, eine Musik- und Theaterwerkstatt und ein Gästehaus.

 

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